Orthopädie - Sensomotorik






Sensomotorik gezielt nutzen

Ein hochkomplexes System regelt unsere bewusste Körperwahrnehmung und Bewegungssteuerung, es nennt sich Sensomotorikk. Rezeptoren sind dafür verantwortlich, dass wir Reize empfangen und Befehle an unseren Körper senden können. Bereits kleinste Hautreize beeinflussen Muskelspannungen – dies hat sich die Orthopädieschuhtechnik zunutze gemacht.

Fußmuskel-Training für ein besseres Sportergebnis
Zu Unrecht verbreitet ist auch heute noch die Meinung, Einlagen ließen die Fuß-Muskulatur erschlaffen – nur wenige Sportler tragen daher individuelle Fußbettungen. Sensomotoriksche Einlagen aber wirken wie ein Trainingsgerät für Ihre Muskeln: Durch verschiedene Druckpunkte und -flächen an der Fußsohle auf Sehnen und Muskeln werden einzelne Muskeln gezielt stimuliert und der Muskeltonus gesteigert.
Mit der computergestützten Pedographie erkennen wir Druckspitzen und Überlastungen unter der Fußsohle und decken Fehlhaltungen beim Laufen auf vor allem über die Gelenkachsen: Während Sie sich über die Fußdruck-Messplatte bewegen, messen Sensoren die Druck- und Kraftverteilung unter Ihren Fußsohlen im Stand und im Laufen – die gesamte Analyse dauert etwa eine halbe Stunde.

Die Pedographie zeigt, ob Sie Supinierer oder Pronierer sind, ob Sie einen Senkfuß oder Plattfuß haben oder ob Sie Ihren Fuß oder Ihr Bein fehlbelasten und unter typischen Belastungssyndromen leiden wie einem
  1. Läuferknie
  2. Schienbeinkanten-Syndrom
Über Einlagen wirken wir auf Ihren Bewegungsablauf ein und reduzieren Fehlbelastungen mithilfe unserer Sensomotorikschen Fußbettungen. Mit Ihrem individuell ausgestatteten Laufschuh werden Sie mehr Freude am Sport haben, weil Sie sich leichtfüßiger und belastungsärmer bewegen, Schäden vorbeugen und langsamer ermüden.

Haltungsschäden vermeiden – bereits bei Kindern!
Viele Kinder bewegen sich heute zu wenig – das ergeben Studien. Dadurch beanspruchen sie ihre Muskulatur nicht ausreichend und bekommen eine schlechte Körperhaltung; mehr als 50 Prozent der 10- bis 16-Jährigen betrifft das. Auch die Fußmuskulatur wird oft kaum trainiert, sodass es leicht zu Fehlstellungen der Knochen kommt.

Werden bei Kindern Einlagen bereits früh und richtig eingesetzt, wachsen sich Fußfehlstellungen oft noch aus: Bei einem Knickfuß beispielsweise wird durch die Korrektur der Rückfußes der Fuß aus der Fehlstellung herausgebracht. Haltungsschäden entstehen so gar nicht erst, denn über die Füße kann die gesamte Körpermuskulatur beeinflusst werden.

Rundrücken, vorgezogene Schultern, Hohlkreuz oder ein nach vorn gesunkenes Becken können über Sensomotoriksche Schuheinlagen korrigiert werden: Sie regen über gezielte Reize die Fuß- und Unterschenkelmuskulatur an und kräftigen über die Verkettung von Muskelgruppen die Bauch-, Rücken, Hüft- und Gesäßmuskulatur – die Motorik Ihrer Kinder kann sich so gesund entwickeln.